| Verfasserinnen: | Katharina Maiwald Dipl. Ökotrophologin Rita Dippel Kinderkrankenschwester Familienzentrum der Wissenschaftsstadt Darmstadt | |
| Unterstützung bei Ihren individuellen Fragen rund um das erste Lebensjahr bekommen Sie bei der Hotline des Familienzentrums Darmstadt - immer dienstags von 9:00 bis 11:00 Uhr. | ||
| Hotline | 06151/ 13 - 30 32 | |
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| Ganz am Anfang – in den ersten 20 bis 30 Minuten nach der Geburt – ist der Saugreflex des Kindes am stärksten und die Brust braucht den Saugreiz, um Milch zu bilden. Daher sollte das Neugeborene sofort an die Brust angelegt werden und – wenn es will – wieder alle 2 bis 3 Stunden. Das Baby bekommt dabei zunächst nur wenig zu trinken und ernährt sich von der sehr nahrhaften, gelblich, zähflüssigen Vormilch (Kolostrum). Am 3. oder 4. Tag beginnt die Brust mit dem „Milcheinschuss“ die Produktion der reifen Muttermilch. Das Kind wird am besten nach Bedarf an die Brust angelegt – auch nachts. Nach einigen Tagen entwickelt sich dann ein vom Kind bestimmter Stillrhythmus ( z.B. alle 2- 4 Std.). Beim Trinken sollte das Baby auch einen Teil des Warzenvorhofes in den Mund nehmen, da sonst die Brustwarzen wund werden können. Hat der Säugling eine Brust leer getrunken, darf er – nachdem er aufgestoßen hat – noch an der anderen Brust trinken. Bei der nächsten Mahlzeit wird mit dieser Brust begonnen. Das Kind trinkt genug, wenn die Windel mehrfach am Tag nass ist. Die Stuhlentleerung kann bei gestillten Kindern von mehrmals am Tag bis zu einmal die Woche erfolgen. | ||
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| Bis zum 6. Lebensmonat braucht Ihr Baby nichts anderes als Muttermilch oder Säuglingsmilch. Im Gegenteil: Durch zu frühes Zufüttern können Inhaltsstoffe der Milch, wie z. B. Eisen, nicht mehr optimal aufgenommen werden. Erst frühstens ab etwa 5 Monaten muss der steigende Energie- und Nährstoffbedarf des Säuglings durch Zusätzliches gedeckt werden. Nun beginnen sie nach und nach eine Stillmahlzeit gegen eine Breimahlzeit auszutauschen. So bleibt bis gegen Ende des 1. Lebensjahres noch eine Mutter- oder Säuglingsmilchmahlzeit erhalten. | ||
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| Durch das weniger häufige Anlegen des Kindes zum Trinken ist der Saugreiz auf die Milchdrüsen geringer und der Milchfluss wird weniger. So entwöhnen Sie sich und Ihr Kind vom Stillen. Die wenige Milch, die in der Brust verbleibt wird vom Körper abgebaut und das Drüsengewebe bildet sich langsam zurück. Muss plötzlich abgestillt werden, kann der Arzt ein Medikament verordnen, das die Milchbildung hemmt. | ||
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| Können oder wollen Sie Ihr Kind nicht stillen, ist fertige Flaschennahrung eine gute Alternative. Nach neuen EG-Richtlinien gibt es heute nur noch „Säuglingsanfangsnahrung“ und „Folgenahrung“. Diese Milcharten sind in ihren wichtigen Nährstoffen der Muttermilch angeglichen. Die Säuglingsanfangsnahrung enthält – wie Muttermilch – nur Milchzucker als Kohlenhydrat. Folgemilch kann zusätzlich Haushaltszucker oder Stärke enthalten, teilweise sogar in erheblichen Mengen. Es gilt: von der Säuglingsanfangsnahrung darf das Baby trinken so viel es will. Mit der Folgenahrung müssen die vom Hersteller angegebenen Trinkmengen eingehalten werden. Diese Milch wird sonst zum „Mastfutter“, wenn Eltern es damit all zu gut meinen. Es besteht die Gefahr, hier bereits einen Grundstein für ein späteres Übergewicht zu legen. In der Regel ist es im ersten Halbjahr ausreichend, das Baby ausschließlich mit Säuglingsanfangsnahrung zu füttern. Bis zum Ende des 1. Lebensjahres ist die Gabe von Kuhmilch nicht empfehlenswert. | ||
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| Beim Familienzentrum finden Sie in regelmäßigen Abständen Vorträge zum Thema: „Die Ernährung des Säuglings, 5. – ca. 12. Monat“ und „Essen wie die Großen, ab ca. dem 10. Lebensmonat“. Im Internet finden Sie das Programm des Familienzentrums auf der Seite www.darmstadt.de unter „Gesellschaft Jugend Soziales“ – „Erwachsene und Familien“. | ||
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Dipl. Oecotrophologin, Ernährungsberatungen für Kinder und Jugendliche, u.a. ambulante Adipositasschulung in Kooperation mit den Kinderkliniken | ||
| Adresse | Am Schlangensee 23 | |
| Telefon | 06071/82 98 84 | |
| Internet | ||
| Behandlungsalter | Säuglingsalter bis Jugendliche | |
| Sprachkenntnisse | deutsch, englisch | |
| Finanzierung | Kostenübernahme für eine Ernährungsberatung | |
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Gegründet vom Mehrgenerationenhaus / Mütterzentrum in Trägerschaft des Hausfrauenbundes Darmstadt e.V.
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