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familien-willkommen ist die Kommunikationsplattform für das „Lokale Bündnis für Familie Darmstadt“. Zusammen mit dem Bündnis setzt sich familien-willkommen für die Interessen von Familien ein.

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Ernährungsempfehlungen für das erste Lebensjahr

Verfasserinnen:Katharina Maiwald Dipl. Ökotrophologin
Rita Dippel Kinderkrankenschwester
Familienzentrum
der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Unterstützung bei Ihren individuellen Fragen rund um das erste Lebensjahr bekommen Sie bei der Hotline des Familienzentrums Darmstadt - immer dienstags von 9:00 bis 11:00 Uhr.
Hotline

06151/ 13 32 12

Vorteile des Stillens

  • Muttermilch enthält alle Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe, die das Kind in den ersten Monaten braucht;
  • Muttermilch hat eine optimale Zusammensetzung, die auf die Bedürfnisse und die Verdauung des Säuglings abgestimmt ist;
  • Muttermilch ist leicht verdaulich und gut verträglich;
    Muttermilch ist immer frisch, hygienisch sauber und hat stets die richtige Temperatur;
  • Muttermilch enthält eine Reihe unspezifischer Abwehrstoffe und schützt vor Infektionen. Diese Wirkung hält auch nach der Säuglingszeit bis ins Schulalter an;
  • Muttermilch enthält nur arteigenes Eiweiß – allergische Erkrankungen sind bei gestillten Kindern seltener als bei Flaschenkinder;
  • Muttermilch kostet nichts;
  • Stillen fördert die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind;
  • Muttermilch gibt dem Baby Geborgenheit und Hautkontakt;
  • Muttermilch begünstigt die normale Kieferbildung;
  • Muttermilch fördert die Intelligenz;
  • Muttermilch fördert die Rückbildung der Gebärmutter

Stillen will gelernt sein

Ganz am Anfang – in den ersten 20 bis 30 Minuten nach der Geburt – ist der Saugreflex des Kindes am stärksten und die Brust braucht den Saugreiz, um Milch zu bilden. Daher sollte das Neugeborene sofort an die Brust angelegt werden und – wenn es will – wieder alle 2 bis 3 Stunden. Das Baby bekommt dabei zunächst nur wenig zu trinken und ernährt sich von der sehr nahrhaften, gelblich, zähflüssigen Vormilch (Kolostrum). Am 3. oder 4. Tag  beginnt die Brust mit dem „Milcheinschuss“ die Produktion der reifen Muttermilch. Das Kind wird am besten nach Bedarf an die Brust angelegt – auch nachts. Nach einigen Tagen entwickelt sich dann ein vom Kind bestimmter Stillrhythmus ( z.B. alle 2- 4 Std.).
Beim Trinken sollte das Baby auch einen Teil des Warzenvorhofes in den Mund nehmen, da sonst die Brustwarzen wund werden können. Hat der Säugling eine Brust leer getrunken, darf er – nachdem er aufgestoßen hat – noch an der anderen Brust trinken. Bei der nächsten Mahlzeit wird mit dieser Brust begonnen.
Das Kind trinkt genug, wenn die Windel mehrfach am Tag nass ist. Die Stuhlentleerung kann bei gestillten Kindern von mehrmals am Tag bis zu einmal die Woche erfolgen.
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Stillregeln

  • Die Brust täglich mit klarem Wasser ohne Seife waschen. Seife und Alkohol machen die Brustwarzen spröde.
  • Nach dem Duschen oder Baden die Brust vorsichtig abtupfen und an der Luft trocknen lassen. Auch nach dem Stillen die Brust einfach an der Luft trocknen lassen.
  • Das Kind immer an beiden Brüsten trinken lassen.
  • Beim nächsten Mal mit der Seite beginnen, an der das Baby zuletzt getrunken hat.
  • In den ersten fünf Minuten trinkt der Säugling mehr als die Hälfte der gesamten Mahlzeit. Nach zehn Minuten stehen beim Weiternuckeln andere Bedürfnisse als Hunger im Vordergrund.
  • Nach dem Stillen etwas Milch an der Brustwarze antrocknen lassen.
  • Sie sollten besonders jetzt darauf achten, dass sie viel trinken. (Mindestens 2 Liter am Tag, am Besten zuckerfreien Tee, verdünnte Säfte oder Mineralwasser möglichst ohne Kohlensäure).
  • Bei Milchstau: Kalte Umschläge lindern die Schmerzen, warme Umschläge fördern den Milchfluss vor dem Stillen.
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Stilldauer

Bis zum 6. Lebensmonat braucht Ihr Baby nichts anderes als Muttermilch oder Säuglingsmilch. Im Gegenteil: Durch zu frühes Zufüttern können Inhaltsstoffe der Milch, wie z. B. Eisen, nicht mehr optimal aufgenommen werden. Erst frühstens ab etwa 5 Monaten muss der steigende Energie- und Nährstoffbedarf des Säuglings durch Zusätzliches gedeckt werden. Nun beginnen sie nach und nach eine Stillmahlzeit gegen eine Breimahlzeit auszutauschen. So bleibt bis gegen Ende des 1. Lebensjahres noch eine Mutter- oder Säuglingsmilchmahlzeit erhalten.
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Abstillen

Durch das weniger häufige Anlegen des Kindes zum Trinken ist der Saugreiz auf die Milchdrüsen geringer und der Milchfluss wird weniger. So entwöhnen Sie sich und Ihr Kind vom Stillen. Die wenige Milch, die in der Brust verbleibt wird vom Körper abgebaut und das Drüsengewebe bildet sich langsam zurück. Muss plötzlich abgestillt werden, kann der Arzt ein Medikament verordnen, das die Milchbildung hemmt.
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Flaschenmilch

Können oder wollen Sie Ihr Kind nicht stillen, ist fertige Flaschennahrung eine gute Alternative.
Nach neuen EG-Richtlinien gibt es heute nur noch „Säuglingsanfangsnahrung“ und „Folgenahrung“. Diese Milcharten sind in ihren wichtigen Nährstoffen der Muttermilch angeglichen. Die Säuglingsanfangsnahrung enthält – wie Muttermilch – nur Milchzucker als Kohlenhydrat. Folgemilch kann zusätzlich Haushaltszucker oder Stärke enthalten, teilweise sogar in erheblichen Mengen.
Es gilt: von der Säuglingsanfangsnahrung darf das Baby trinken so viel es will. Mit der Folgenahrung müssen die vom Hersteller angegebenen Trinkmengen eingehalten werden. Diese Milch wird sonst zum „Mastfutter“, wenn Eltern es damit allzu gut meinen. Es besteht die Gefahr, hier bereits einen Grundstein für ein späteres Übergewicht zu legen. In der Regel ist es im ersten Halbjahr ausreichend, das Baby ausschließlich mit Säuglingsanfangsnahrung zu füttern. Bis zum Ende des 1. Lebensjahres ist die Gabe von Kuhmilch nicht empfehlenswert.
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Vorträge zum Thema "Ernährung"

Beim Familienzentrum  finden Sie in regelmäßigen Abständen verschiedene Seminare zum Thema Kinderernährung, u.a. "Kochen für Babys - Babys Nahrung vom 5. – 12. Lebensmonat selbst hergestellt".
Im Internet finden Sie das Programm des Familienzentrums auf der Seite www.darmstadt.de.
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Iris Hennrich-Klemz

Dipl. Ökotrophologin, Ernährungsberatungen für Kinder und Jugendliche, u.a. ambulante Adipositasschulung in Kooperation mit den Kinderkliniken

Adresse

Am Schlangensee 23
64807 Dieburg

Telefon

06071/ 82 98 84

Fax

06071/ 9 28 82 92

Internet

www.kids-ernaehrung.de

E-Mail

Iris Hennrich-Klemz

Behandlungsalter

Säuglingsalter bis Jugendliche

Sprachkenntnissedeutsch, englisch
Finanzierung

Kostenübernahme für eine Ernährungsberatung
oder Adipositasschulung durch die Krankenkassen möglich

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