Wissenschaftsstadt Darmstadt

frauenbüro

Logo Bündnis für Familien Darmstadt

familien-willkommen ist die Kommunikationsplattform für das „Lokale Bündnis für Familie Darmstadt“. Zusammen mit dem Bündnis setzt sich familien-willkommen für die Interessen von Familien ein.

Logo "Kinder schützen - Familien fördern"

väter-willkommen

Vater mit Töchtern

welt-weit-wickeln

Vater-Geschichte des Mitgründers von familien-willkommen.de Stefan Helfmann, der als Hausmann drei Kinder aufzieht und für den "www" nach eigener Aussage zunächst "welt-weit-wickeln" bedeutet hat...


"Eines Tages kommt die Freundin in die Bude mit einem gespannten Lächeln von dem einen Mundwinkel zum anderen und mit diesem Thermopapierstreifen, auf dem eigentlich nur Meeresrauschen zu sehen ist. Aber wir sind bald eine kleine Familie. Nachdem der Name ausgesucht ist, wird die Sache nüchtern.

Das Kind braucht ein Elternteil das Geld verdient und ein Elternteil, das das Geld zum Wohle des Kindes wieder ausgibt. Im Mutterschutz rund um die Geburt ist dies biologisch geklärt. Das wird erst zum Problem, wenn die Mutter sich in einer weiterführenden Ausbildung befindet oder gar mehr Geld verdient.

„Nun, nach drei Jahren ist ja das Kind soweit aus dem Gröbsten raus, das bekommt ja auch ein Mann hin!" Ungewohntes wird zum Alltag. Hier unterscheidet sich die Hausfrau nicht vom Hausmann. Bis sich das zweite Meeresrauschen einstellt.
Ich hatte einen sehr entgegenkommenden Arbeitgeber. Dort konnte ich auch für kurze Zeiten arbeiten, nämlich dann, wenn meine Frau wegen Mutterschutz und Stillzeit nicht gearbeitet hat.

Wenn man so in die Rolle des Hausmannes hinein wächst, ist es für den persönlichen Freundeskreis eine logische Entwicklung.
Dann kommt aber der Alltag.

Hier wird erst klar, wie ungewöhnlich ein Hausmann ist: Der Erziehungsgeldantrag war damals eine grosse Freude. „Wie ist der Mädchenname des Antragstellers?" „Ach so, sie sind noch nicht verheiratet...". Die Nachbarin: „Nah, man sieht Ihre Frau so selten?", „Ach, die arbeitet! Paßt dann die Oma auf das Kind auf?".

Auch nicht schlecht: Zwei Väter unterhalten sich: „ Zwei Kinder, da weiss deine Frau am Abend auch was Sie gemacht hat. Uns langt ja schon eins!" Oder: „Wie Hausmann? Und was macht man da so den ganzen Tag?" Ich muss ehrlich zugeben, dass solche unbewussten Diskriminierungen mehr weh tun als offene Kritik, wie „zu mehr hat's nicht gereicht", oder „willst du nicht was Anständiges tun".

Sehr angenehm sind dann aber Kinderarztpraxis oder Krabbelgruppe und Kindergarten, wo man oft mit: „endlich mal ein Papa" begrüsst wird.
Hausmann ist so exotisch, dass man noch nicht mal von einer Randgruppe reden kann.

Ein Gespräch von Hausmann zu Hausmann gibt es so nicht. Man findet keinen Hausmann, dessen Kinder in der gleichen Schule und im gleichen Kindergarten sind. Die 5 Hausmänner, die sich überhaupt miteinander austauschen wollen, sind dann auch noch grundverschieden. Der erste ist auf Grund der Arbeitsplatzlage zu Hause, der nächste hat ein Jahr Babypause, ein freischaffender Künstler, der auch auf das Kind aufpasst, ein Alleinerziehender und zum Schluss noch der, der auch im Winter barfuss läuft.

Schon ein Kind ist in der Lage, eine Zeitplanung fast unmöglich zu machen.
Daß man zu einer Verabredung eine halbe Stunde zu spät kommt, weil unten im Hausflur, kurz vorm Auto, eine kleine Duftwolke aus der frischen Windel aufsteigt, kann passieren.
Kind ist es dann auch ziemlich egal, ob der Termin seit einem Monat fest steht oder erst 2 Stunden alt ist oder man nur 5 Minuten fertig telefonieren will.

Zu diesem Zeitpunkt in der Vaterschaft, in dem eignen Aktivitäten, wie das Vereinsleben immer mehr in den Hintergrund gedrängt werden, entwickelte sich der Umgang mit dem Computer immer mehr zum Hobby, das auch warten kann.

Der Computer wurde zum Anschluss an die Aussenwelt (E-Mail),
Der Computer wurde zur „WeltWeiten" Zeitung,
Der Computer wurde zum Wirtschaftler ( Buchhaltung, Online-Banking).
Und das alles ab 21.00 Uhr und ohne festes Ende oder abschliessendes Resultat.

Im Familienalltag stellen sich erste Freiräume ein. Leo 3 Jahre, im Kindergarten und Lucie 5 Jahre, fast in der Schule, bedeutet 2 Stunden konzentiertes Arbeiten, wenn der „Rest" erledigt ist.
Nun ist man dem Computer schon so verfallen, das die Frage aufkommt, was kann man denn „sinnvolles" mit dem Ding anfangen.

Hier kam familien-willkommen.de genau richtig. Die Arbeit im Team erwies sich sehr angenehm. Das Team selbst erwies sich als Profis mit dem Umgang von “Ich habs fast fertig. “

Denn zu Hause zu sein heisst nicht, daß man auch Zeit hat.

Stefan Helfmann, Mitgründer von familien-willkommen.de

Seite empfehlen | drucken

© 2014 "familien-willkommen" · Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt · Impressum
Jedes Kopieren oder Veröffentlichen in anderer Form nur mit schriftlicher Zustimmung.
Alle Rechte vorbehalten. Bitte lesen Sie auch unseren Disclaimer.
Gegründet vom Mehrgenerationenhaus / Mütterzentrum in Trägerschaft des Hausfrauenbundes Darmstadt e.V.
Bildarchive: www.pixelio.de www.photocase.de www.aboutpixel.de, www.clipdealer.de
Entwickelt in Zusammenarbeit mit: calladium® Software · www.landwehr14.de